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Arevipharma will wieder wachsen

Das Radebeuler Pharmaunternehmen befreit sich aus eigener Kraft aus einem wirtschaftlichen Tief und sichert Jobs.

VON WOLF DIETER LIEBSCHNER

Großer Bahnhof beim Pharmaunternehmen Arevipharma in Radebeul. Biosaxony ist zu Gast. Rund 40 Vertreter dieses Netzwerks von Biotechnologie-Firmen trafen sich kürzlich beim Hersteller medizinischer Wirkstoffe und tauschten sich zum Thema „Pharmazeutische Biotechnologie" aus. Dabei wurden unter -anderem neue Immuntherapie-Konzepte gegen Krebs vorgestellt. Am Kampf gegen Krebs haben auch. die Wirkstoffe von Arevipharma beträchtlichen Anteil.
Arevipharma mit seiner nahezu 140-jährigen Tradition gehört seit eineinhalb Jahren zum Kreis der mittlerweile rund 100 Biosaxony-Unternehmen und ist damit eines der jüngsten Mitglieder. Zu den Kunden von Arevipharma zählen generische und forschende Pharmaunternehmen auf fünf Kontinenten.
Arevipharnia hat sich innerhalb des vergangenen Jahres aus eigener Kraft aufgerappelt aus einem wirtschaftlichen Tief herausgearbeitet. Vor allem veränderte Bestimmungen bei den Krankenkassen hatten von 2012 zu 2013 zu einem drastischen Umsatzeinbruch geführt. Verschiedene Medikamente wurden vom Markt genommen. Arevipharma verlor Verträge. Von. einst 210 Mitarbeitern blieben nur 120. Gegenwärtig hat Arevipharina wieder 130 Beschäftigte.
Vor allem aber hat das Unternehmen mit Erfolg auf die Neueinführung von Produkten gesetzt. „Die Restrukturierung ist abgeschlossen", sagt Hendrik Baumann, der seit 2013, seit der schwierigsten Phase von Arevipharma den Geschäftsführerposten übernommen hatte. „jetzt betreiben wir die Neuaufstellung des Unternehmens. Wir wollen wieder auf die Wachstumsschiene kommen." Die Zahl der Mitarbeiter soll vorerst konstant gehalten werden. Diesen vorsichtigen Optimismus des Geschäftsführers teilt auch Beate Schröpfer, die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende. „Sicher ist das noch kein steiler Auf stieg, aber wir sind auf einem guten Weg, auch was das Akquirieren neuer Kunden betrifft."
Die ersten Schritte auf dem Weg zur Konsolidierung sind bereits getan. Arevipharma strebt in diesem Jahr einen Umsatz von 30 Millionen' Euro an. Das ist ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Die Einführung neuer Produkte wird weiter vorangetrieben. „Wir haben einiges in petto", so Baumann, „das auf starkes Interesse unserer Partner trifft." Zu den Abnehmern der Arevipharma-Wirkstoffe zählen weltweit agierende Pharmaunternehmen wie Novartis und Boehringer-Ingelheim, aber auch die deutschen Marktführer wie Hexal, Ratiopharm oder auch Apogepha aus Dresden.
Die in Radebeul entwickelten und hergestellten Wirkstoffe werden vor allem zu Medikamenten für Herz-Kreislauferkrankungen und Psychopharmaka-Substanzen weiterverarbeitet. „Außerdem widmen wir uns der sogenannten Exklusiv-Synthese", sagt Geschäftsführer Hendrik Baumann. „Das heißt, wir stellen spezielle Wirkstoffe im Kundenauftrag her." Mehr verrät Baumann zu diesem Thema nicht. Das bleibt Verschlusssache, denn auch dieser Markt ist hart umkämpft.
Die Biosaxony-Veranstaltung war für Arevipharma nicht nur Werbung in eigener Sache. „Wir haben ein Konzept zur Standortentwicklung erarbeitet", sagt Baumann. „Wir wollen hier noch mehr Finnen aus der Pharmabranche, aber auch der Biotechnologie und Chemie ansiedeln. Das ist unser strategisches Ziel für die nächsten fünf Jahre."
Geschäftsführer Baumann führt dafür vor allem „die sehr gute Infrastruktur" ins Feld. „Die Anbindung an den Verkehr ist gut. Ebenso ist die Akzeptanz ein enormer Standortvorteil gegenüber einer Ansiedlung auf der grünen Wiese. Und nicht zuletzt verfügt Arevipharma über eine eigene Werksfeuerwehr."

Bittere Pille zeigt erste Wirkungen

WOLF DIETER LIEBSCHNER
über die jüngsten Trends
bei Arevipharma

Noch zu Beginn dieses Jahres sah es bei Arevipharma, dem letzten großen Arzneimittelhersteller aus Radebeul, gar nicht gut aus. Das Unternehmen musste nach drastischen Einbrüchen beim Verkauf von Wirkstoffen um das Überleben kämpfen. Von den 210 Mitarbeitern konnten nur 120 im Unternehmen bleiben. Zwar wurden die meisten von ihnen in eine Transfergesellschaft übergeleitet, aber trotzdem war dies eine äußerst bittere Pille.
Heute hat Arevipharma wieder 130 Mitarbeiter. Ein leichter Hoffnungsschimmer macht sich bemerkbar. Neben den Entlassungen haben aber vor allen die internen Restrukturierungen zur Rettung des Unternehmens geführt. Der gute Name der Radebeuler Wirkstoffspezialisten war ohnehin nicht angekratzt. Mit neuen Produkten und einem erweiterten Kundenkreis soll auch der Umsatz wieder angekurbelt werden. Dass der in diesem Jahr schon höher liegen wird als 2014, ist ein gutes Zeichen.

Quelle: SÄCHSISCHE ZEITUNG DRESDNER & MEISSNER LAND
mail: Liebscher.WolfDieter@ddv-mediengruppe.de


Arevipharma GmbH
Meißner Straße 35
D-01445 Radebeul
Web: www.arevipharma.com
Telefon: +49 (0)351 8314-0
Telefax: +49 (0)351 8314-2100
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